08.04.2013

Kerli: von der Künstlerin zum 08/15-Dancepop-Sternchen

Während ich mir gerade Kerli's erstes Album "Love Is Dead" anhöre und mir dadurch der krasse Unterschied zu ihrer aktuellen EP erstrecht bewusst wurd, möchte ich meine Amazon-Rezension auch hier posten:
Ich mochte Kerli seid sie damals mit ihrem ersten Album "Love Is Dead" bekannt wurde. Diese junge Ausnahmekünstlerin mit der dunklen, aber auch einer positiven Seite, zog mich in ihren Bann. Ihre Musik war facettenreich und spiegelte die zwei Seiten von Kerli wider.

Mit der Zeit wurde Kerli, auch optisch, poppiger und trendbewusster, doch ihre technolastige Single "Zero Gravity" konnte mich nach anfänglicher Skepsis noch beeindrucken.

Diese EP ist aber meiner Meinung nach ein Jahrhundertgriff ins Klo. Kloppende Housebeats, Gestöhne für den süßen Typen, flache Texte und ein Plattentitel, der sich mal so garnicht in den Liedern wiederfinden lässt.
Da können auch die sehr schönen Booklet-Fotos nichts gut machen, denn hier geht es vorrangig um Musik und deren künstlerischer Anspruch ist auf "Utopia" nicht vorhanden.

Wirklich schade, wie Kerli sich entwickelt hat.

Fans von Rihanna, Kesha und Co. könnte die EP durchaus gefallen.

Was mein Gemecker über das EP-Cover (letzter Absatz) betrifft, muss ich aber gestehen: es ist nicht düster-romantisch, sondern passt zur heutigen Kerli (gefällt mir dennoch!). Sie kann froh sein, dass eine Künstlerin wie Natalie Shau noch für sie gestaltet; aber ansonsten hätte natürlich auch eines dieser Fotos, auf denen Kerli in Strapsen auf einem Bordstein steht, zum aktuellen Trend gepasst (ne, Rihanna?). 
Eine Lieblingskünstlerin weniger... :(

1 Kommentar:

  1. Deine Reviews und Kritiken lese ich gern. Hoffentlich findest du aber auch noch etwas, das du positiv bewerten kannst bzw. möchtest. Deine Homepage ist so bunt und fröhlich, da gehört noch mehr spaßiges Zirkusleben rein. ;)

    Nun aber zu Kerli:
    Ich habe mir aus Neugier an der Sache eben auf Spotify Teile aus ihren Debüt-Titeln angehört und bin nun positiv überrascht. Da sind ein paar echte Sahnestückchen bei. Zwar vermisse ich da einen bestimmten Stil, aber wie du schon schriebst:
    "Ihre Musik war facettenreich und spiegelte die zwei Seiten von Kerli wider."

    Dann verglich ich mit Utopia und das nur kurz, weil mir die Plastikmusik ganz schnell auf die Nerven ging. Bis auf "Love me or leave me", denn das gefällt mir. Der Rest ist allerdings wahrlich einfallsarm, im Vergleich zu den Songs auf Kerli´s erstem Album.

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