25.02.2011

So geht Jugendstil? Herr Osthaus sorgt für Verwirrung

Mensch, ich werd noch richtig hochkultiviert! Morgen geht's in die Oper und 'ne Woche zuvor zog es mich noch in die Hohenhof-Villa in Hagen.
Diese Villa gehörte einst dem bedeutenden Kunstsammler Karl Ernst Osthaus und ist bekannt für ihre durchdachte Jugendstil-Einrichtung. Bei dem Begriff 'Jugenstil' dachte ich bis dato immer an diese schicken Häuser, die um 1900 herum gebaut wurden. Tja, wie sich herausstellte, hat diese Kunstrichtung garnicht mehr so viel mit Pomp und Geschnörkel zu tun. Das Mobiliar des Hauses finde ich jedenfalls unschön und zu glatt. Besonders das Schlafzimmer hatte nichts mehr mit Romantik, geschweige denn mit Erotik zu tun. Es hätte genau so gut eine fade 70er-Jahre-Einrichtung sein können - zumindest in meinen Augen.
Das Haus macht aber schon etwas her. Es entspricht nicht - wenn ich richtig verstanden habe - komplett dem Jugendstil. Scheinbar wurden damals häufig Komponenten aus diversen Architekturstilen zusammengefügt, die für mich als Nichtkenner schwer auseinanderzuhalten sind. Es gibt sogar Siedlungshäuser im Jugenstil, die auf den ersten Blick wie lieblose Nachkriegs-Arbeiterbauten aussehen.

Historismus, Klassizismus... Ich bin verwirrt.


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