18.01.2011

Twitter, ich denke das war's weitgehend mit uns

Wiedereinmal bin ich an einem Punkt, wo ich mir über meine Internet-Präsenzen Gedanken mache.
Meinen Twitter habe ich erstmal auf "followers only" gesetzt, da ich nicht sicher bin, wie und ob es mit ihm weiter geht. Ehrlich gesagt interessieren mich weder, was für einen Nagellack Uschi gerade trägt, noch in welchem Kaff sich Horst momentan aufhält. Genau so wenig interessiert diese Leute, was ich nun wieder Ausgefallenes esse oder von gewalttätigen Immigranten halte. Spätestens wenn ich checke, über welche Seiten Leute zu meinem Blog gelangen, zeigt sich, dass meine Followers sich nicht für meine Tweets interessieren. Ich spreche da also vermutlich mit mir selbst und das ist schon ziemlich doof, oder? Twitter verleitet zu egomanem Verhalten wie sonst keine Community. Da sind Leute, die verfolgen hunderte und tausende Twitterer ohne jeglichen Bezug zu ihnen und erzählen ständig, was sie denken, sehen, tun, planen. Wenn man sich tatsächlich nur mit richtigen Freunden/Kollegen vernetzt - wie Twitter anfangs gedacht war (waren das nicht alle Netzwerke?) - , können diese Infos sicherlich interessant sein. Mittlerweile bringt Twitter nur noch Prominenten (egal ob Rockstar, beliebter Blogger oder Unternehmensleiter) und deren lesenden "Fans" tatsächlich etwas. Wenn die ihre neue Website linken, wird definitiv geklickt und der Hinweis auf den neuen iTunes-Download kommt auch bei den Richtigen an.

Dann wäre da noch Facebook, dieses soziale Netzwerk, wo Leute, die ich gerade mal als "Bekannte" sehe, mir mitteilen, welches Electro-R'n'B-Video sie sich gerade reinziehen und welche Kneipe gleich angesteuert wird. Manche haben mich "geaddet", weil sie mich halt von irgendwoher kennen und reagieren nicht auf lieb gemeinte Pinnwand-Einträge von mir. Klar, ich könnte eine Mail schreiben, fragen wie's geht, was seit damals passiert ist, aber ich bin scheinbar schon so an dieses "kurz & knapp" gewöhnt, dass ich größere schriftliche Kommunikation mittlerweile als anstrengend empfinde. Ich schiebe Nachrichten, selbst wichtige für Menschen, die sicherlich auf Antwort warten, auf und auf. Aber für eine angeberische oder meckernde Twitter-Nachricht, die von niemandem der mir nahe liegt gelesen wird, bin ich mir nicht zu schade?!
Da läuft doch was falsch.

Was mir auch Gedanken bereitet, ist der Fakt dass ich immernoch einen Einblick in mein laufendes Leben gewähre. Ja, es ist weniger geworden, aber wenig genug?

Kommentare:

  1. ich find das immer armselig, wenn man in einem netzwerk leuten folgt (oder wie das auch immer heisst) für die man sich eigentlich nicht interessiert. und das angeben und protzen find ich auch dumm. solche leute würde ich bei studi und facebook sofort löschen.

    lg janine

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  2. Von mir aus könntest du noch mehr aus deinem Leben schreiben ;o)
    Twitter, Facebook... Auch nicht meine Welt

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  3. Überall das gleiche Lied!
    Aber mal Hand aufs Herz... warum sollte es ausgerechnet hier in dieser fiktiven Welt anders sein, als in der realen???
    LG-GiTo

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