05.11.2009

Die Open-Schild-Seuche

Erblickte man es anfangs nur in weniger sozialstarken Vororten von Großstädten, meist in den Fenstern von orientalischen Delikatessen- und Tante-Emma-Ebru-Läden, so hat es sich rasch auch über Innenstädte und kleinere Ortschaften verbreitet: das rot-blaue LED-Schild mit dem Schriftzug "Open". Mal leuchtet es brav in einem durch, anderswo blinkt es unaufhörlich vor sich hin. Gestern stellte ich mit Entsetzen fest, dass selbst eine örtliche Fahrschule sich nun mit einem der grauenvollen Leuchtschilder schmückt. Immer mehr Geschäftsinhaber scheinen vom Open-Virus befallen zu sein. Vereinzelt sieht man die Schilder in Läden, deren Image eigentlich garnicht zu diesem Objekt der Geschmacklosigkeit passt (immerhin haben manche zusätzlich ein passenderes und oft andersfarbiges LED-Motiv, z.B. eine Kaffeetasse oder einen Dönerspieß). Ein Mensch mit wenigstens einem Hauch von Stil und Anstand fragt sich: was finden diese Leute an den Schildern?? Warum muss es gerade diese Variante von Leuchtreklame sein, noch dazu in einer Farbkombination, welche in kaum einem Geschäft an anderer Stelle zu sehen ist? Eine neue Definition von "Shabby Chic"?

Für mich persönlich deutet ein solches Schild einfach auf Minderwertigkeit hin. Das Vorurteil sitzt fest. Und ich werde es aus Prinzip nicht lockern! :-p

P.S.: falls ein Leser aus einer so dermaßen schönen, gepflegten und kultivierten Gegend stammt, dass er nicht weiß, um was für Schilder es geht, hier ein Beispiel im Form einer Gif-Grafik.

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